Parodontologie

Die Parodontologie beschäftigt sich mit der Behandlung entzündlicher Zahnbetterkrankungen.

Die Parodontitis ist ein sehr komplexes Krankheitsgeschehen, das erst in den letzten Jahren weitgehend aufgeklärt und verstanden wurde.

Durch ein Zusammenspiel von bakteriellen Biofilmen und der durch die individuelle Genetik gesteuerten körpereigenen Abwehr kommt es zu einem Abbau der Strukturen, die den Zahn umgeben. Der Kieferknochen schwindet, und der Zahn wird schließlich locker und geht verloren.

Da Beschwerden oft erst in einem sehr späten Stadium auftreten, in dem keine Behandlung mehr möglich ist, kommt es umso mehr auf eine gezielte Früherkennung an. Rechtzeitig erkannt kann die Parodontitis gut therapiert werden. Da es sich jedoch um eine chronische Erkrankung handelt, ist eine lebenslange Überwachung und Nachsorge erforderlich.

Neben konventionellen Methoden wie Messung von Taschentiefen, Erfassung verschiedener Werte wie Plaque, Blutung etc. können zur Diagnostik bei Bedarf auch mikrobiologische Tests, DNA-Sonden oder sogar Gentests zum Einsatz kommen.

Der allgemeinmedizinische Aspekt der Parodontitis wurde erst in der jüngeren Vergangenheit aufgeklärt. Mittlerweile ist ein Zusammenhang mit Gefäßerkrankungen, Herzinfarkten, Schlaganfällen, Diabetes und anderen Krankheiten zweifelsfrei belegt. Parodontitis ist also keine Bagatellerkrankung, auch wenn sie meist erst sehr spät Beschwerden und selten Schmerzen verursacht.

Übrigens:

96 % der Bevölkerung sind der Meinung, dass sie gut oder sehr gut putzen (Forsa-Umfrage) aber 73% der Erwachsenen und 88% der Senioren leiden an Parodontitis und nur 1% der Erwachsenen ist kariesfrei.

Daher kommt der professionellen Betreuung durch die Prophylaxe-Fachkraft eine entscheidende Rolle in der Nachsorge zu.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Seite der Fachgesellschaft:

http://www.dgparo.de/startseite

parodontaler Knochendefekt